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MÖDLING

04 Aquädukt

Ein Bauwerk, das die Mödlinger Stadtlandschaft in markanter Weise kennzeichnet, ist der denkmalgeschützte Aquädukt, der 1873 eröffneten I. Wiener Hochquellenwasserleitung, ursprünglich auch als Kaiser Franz Josephs - Wasserleitung bezeichnet. Das damals bahnbrechende Projekt ermöglichte es erstmals, die Haupt- und Residenzstadt Wien mit bestem Trinkwasser aus dem Bereich der Wiener Hausberge Schneeberg und Rax zu versorgen. Gemeinsam mit der später errichteten II. Wiener Hochquellenwasserleitung, die Wasser aus dem steirischen Hochschwabgebiet liefert, verfügt die  Millionenstadt Wien heute über eine Trinkwasserqualität, die weltweit ihresgleichen sucht. Der 186m lange Aquädukt wurde zwischen 1870 und 1873 als Talübergang über den Mödlingbach errichtet und umfasst sieben Bögen mit einer Spannweite von je 17 Metern, die größte Gesamthöhe beträgt 28 Meter. Die sechs Strebepfeiler bilden das Tor zur sogenannten "Klausen“,  ein Engtal mit steilen und zerklüfteten Wänden, in das sich der Mödlingbach über Jahrtausende sein Bett in das Dolomitgestein eingeschnitten hat. Die romantisch-wilden Felsen bilden einen schönen Kontrast zu den Schwarzföhren, die hier vor etwa zweihundert Jahren Fürst Johann I. von Liechtenstein (1760 - 1836) neu ausgepflanzt wurden. Aufgrund ihrer typischen schirmartigen Form werden sie seit damals vom Wiener Volksmund, in dem sich als Relikt der napoleonischen Besetzung so manches französische Fremdwort als Ausdruck besonderer "Noblesse"  erhalten hat, auch  "Paraplui-Bäume“ genannt. Diese an sich im Mittelmeerraum und Kleinasien beheimatete Föhrenart hat in der trocken-warmen Umgebung Mödlings jedenfalls ihr nördlichstes Vorkommen in Europa gefunden.

 
Aquädukt
Aquädukt 1903
Wiener Hochquellenwasserleitungen

Bögen

 

Wiener Hochquellenwasserleitung 

 


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